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Kolloquium am 15.04.2026 mit Prof. Dr. Karsten Krauskopf

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Kolloquium am 15.04.2026 mit Prof. Dr. Karsten Krauskopf

Ort: In Präsenz an der FH Potsdam (Kiepenheuerallee 5, 14469 Potsdam) im Raum 108 in Haus 3 und Online über Zoom (siehe Zugangsdaten unten)

Zeit: 18:00 – 19:30 Uhr

Prof. Dr. Karsten Krauskopf (Professor für Psychologie in der Sozialen Arbeit, Fachhochschule Potsdam)

Partizipationsslots erkennen: Skriptstrukturen von Schlaf- und Pflegesituationen in der Krippe

Ausgehend von ersten sequenzanalytischen Beobachtungen videographierter Interaktionen in Schlaf- und Pflegesituationen mit jungen Kindern wird im Vortrag ein konzeptioneller Vorschlag zur Weiterentwicklung der Analyse partizipationsorientierter Interaktionsgestaltung vorgestellt. Im Zentrum steht die Idee, kommunikative Abläufe als durch mentale Skripts oder Handlungsschemata strukturiert zu betrachten – ein Zugang, der Inspiration aus der kognitionspsychologischen Skript- und Schematheorie sowie aus der Lehr-Lernforschung (z. B. zu Unterrichtsskripts und Partizipationsgelegenheiten) aufnimmt.

Diese Perspektive wird heuristisch genutzt, um Interaktionsverläufe daraufhin zu befragen, inwiefern sie spezifische „Slots“ hervorbringen – also potenzielle Stellen für Anschlusskommunikation, Mitgestaltung und Beteiligung junger Kinder. Gerade in Schlaf- und Pflegesituationen, die häufig durch routinisierte Abläufe geprägt sind, stellt sich die Frage, in welchem Maße solche Situationen dennoch als partizipationsorientiert gestaltet werden können. Erste Analysen legen nahe, dass sich je nach Struktur und Grad der Automatisierung solcher Skripts unterschiedliche Bedingungen für partizipationsorientierte Gestaltung rekonstruieren lassen: Während manche Interaktionsmuster offene Slots bereitstellen, die Beteiligung ermöglichen, scheinen andere diese eher zu begrenzen.

Der Beitrag versteht sich explizit als konzeptioneller Entwurf zur Diskussion, inwiefern eine skripttheoretisch informierte Perspektive neue Zugänge zur Analyse und Weiterentwicklung professioneller Beziehungsgestaltung in diesen spezifischen Situationen eröffnen kann. Dabei wird insbesondere gefragt, wie sich Zusammenhänge zwischen implizitem Professionswissen, routinisiertem Handeln und der Gestaltung von Beteiligungsmöglichkeiten junger Kinder rekonstruieren lassen und welche Impulse sich daraus für Prozesse der Professionalisierung ableiten lassen.

Zoom-Zugangsdaten:
https://uni-potsdam.zoom-x.de/j/61082332040

Meeting-ID: 610 8233 2040
Kenncode: 36679012

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